Erfahrungsbericht Familie Graf

Unser jüngster Sohn Elias, heute 11 Jahre, erkrankte vor 3 Jahren an Diabetes Typ 1. Durch die Diagnose hat sich unser Leben als Familie komplett geändert. Plötzlich drehte sich alles nur noch um die Krankheit. Unsere größte Angst war und ist es auch heute noch, dass wir in der Nacht eine Unterzuckerung von Elias nicht bemerken. Ein entspanntes und ruhiges Schlafen war somit nicht mehr möglich.

Durch die Medien wurden wir auf eine etwaige Diabetikerwarnhunde-Ausbildung aufmerksam. Ab diesem Tag war für Elias klar, dass er einen solchen Hund möchte. Er setzte  seinen ganzen Charme ein, um uns von dieser Sache zu überzeugen. Über das Internet erfuhren wir von der Hundeschule CATU, die solche Hunde ausbilden. Nach einigen informativen Telefonaten mit Frau Maja Wonisch waren auch wir davon überzeugt uns mit diesem Thema intensiv zu beschäftigen.

 

Im März 2011 kam unsere Hündin Gini, ein Golden Retriever, zu uns nach Hause. Ab diesem Tag drehte sich plötzlich nicht mehr alles um die Krankheit, sondern die ganze Familie war im im positiven Sinne infiziert, quasi im Hundefieber. Wir hatten bisher keinerlei Erfahrung mit Hunden. Gini ist unsere erste Hündin u. deswegen besuchten wir (auf Empfehlung von Frau Wonisch) von Anfang an eine Hundeschule in unserer Umgebung. Nicht nur Gini musste viel lernen, sondern auch wir als unerfahrene Hundebesitzer. Selbst in dieser Zeit hatten wir regelmäßigen Telefonkontakt mit Frau Wonisch. Diese Gespräche waren stets sehr hilfreich, mental aufbauend und haben uns immer wieder die Energie gegeben, nicht nachzulassen und

mit liebevoller Konsequenz unsere Gini zu erziehen.

 

Dann endlich im Februar 2012 fing die Ausbildung an. Alle waren sehr aufgeregt. Aber unbegründet, es war von Anfang an eine ganz entspannte, familiäre Situation, sowohl für uns, als auch für alle beteiligten Hunde. Durch die tolle und einfühlsame Betreuung der Hundeschule CATU machte unser Hund (und auch wir) rasch, sehr gute Fortschritte. Wir waren fasziniert, wie schnell Gini mit Freude und Begeisterung die einzelnen Aufgaben erledigte. Den Tag, an dem sie das erste Mal von allein eine Unterzuckerung bei Elias anzeigte, werden wir nie vergessen. Wir konnten es kaum fassen und waren überwältigt. Seither hat Elias einen zusätzlichen Beschützer und für uns sind die Nächte wieder ruhiger und entspannter geworden.

 

Durch Gini hat die Krankheit für Elias eine ganz andere Bedeutung bekommen. Er findet es toll zu sagen, dass er einen Diabetikerwarnhund hat. Wenn Gini eine Unterzuckerung anzeigt und wir sehen wie stolz unser Sohn ist, dann wissen wir, die Mühe und der Aufwand haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Jörg und Tina Graf

 

Für Elias war diese Zeit was ganz Besonderes. Er schwärmt noch heute von den Hunden und den einzelnen Personen.